Nati B: Olympique Basel – Friends United II 5:1 (1:1)

13.01.2019

Barrage!
OB gewinnt das letzte Saisonspiel gegen den direkten Konkurrenten Friends United II und spielt in zwei Wochen in Bulle um den Aufstieg in die Nationalliga A.

Es liegt etwas in der Luft, als das Auto mit den Olympique-Akteuren auf dem Mobulu-Legenden-Parkplatz von Mitch Felber, versehen mit der Nummer 26, parkiert hat. Würde heute Vereinsgeschichte geschrieben?
Sascha Winter schickt seine Mannen in einer eigenwilligen 0-7-9-Formation aufs Feld, die man erst am Montag eingeübt hat. Der Gegner jedoch lässt sich davon nicht beirren: Die zweite Mannschaft von Friends United ist ziemlich jung verdammt, gut am Ball, läuferisch stark, giftig in den Zweikämpfen, alles gute Fussballer und ziemlich heissblütig. Es wird klar: OB muss es mit der Taktik richten, wenn am Ende des Tages die blauen Peperoni geerntet werden sollen.
Aber was ist denn das: Olympique gelingt in der ersten Halbzeit wenig, die Beine wirken schwer, das Spiel ist hektisch, statt den Beinen läuft nur das Mundwerk, teilt aus gegen Gegner und Schiedsrichter. Wenig ist zu sehen von den geradlinigen Spielzügen, den guten Laufwegen der letzten Spiele. Die Basler wirken verkrampft und unkonzentriert. All die (Taktik-)Bücher, die Sascha Winter nicht gelesen hat, nützen nichts, wenn der Kopf nicht mitmacht.
Dennoch kommt Olympique zu Chancen, trifft allein in den ersten 20 Minuten fünfmal Pfosten oder Latte. Das Tor fällt aber auf der anderen Seite: Friends trifft mit einem Freistoss, 0:1.
Und jetzt? Einer bleibt ruhig und trifft kurz vor der Pause zum Ausgleich.
Dann Halbzeit: sich beruhigen, sammeln, neuen Mut fassen.
In der zweiten Halbzeit dann das bekannte Olympique: Endlich zirkuliert der Ball über mehrere Stationen, ist Bewegung im Spiel, fallen Tore: 2:1, 3:1, 4:1, gespielt sind 28 Minuten.
Kann Friends noch einmal reagieren?
Nein.
OB bringt das Spiel ohne Probleme nach Hause.
Aber natürlich kann dieses Spiel nicht ohne Aufregung zu Ende gehen: ein Rempler eines Friends-Akteurs, der Olympique-Spieler schlägt aus und dem Schiedsrichter bleibt nicht viel anderes übrig, als den OB-Spieler des Feldes zu verweisen. Der Finanzchef an der Seitenlinie tobt und kann nur mit Mühe zurückgehalten werden, die Nerven liegen blank.
Dann der Schlusspfiff, kollektives Aufatmen. Olympique Basel gewinnt das Spiel und die Gruppe, zum ersten Mal.

Wie isch das nume passiert?, hei sie gseit.

OB: Sven Lehmann; Tunc Polat, Sascha Winter, Patrick Hunziker, Basil Widmer; Sinan Sahinbay, Daniel Aguiar, Fabio Penela Velosa, Thijs van Erdewijk.

Tore: Patrick Hunziker (2), Basil Widmer, Tunc Polat, Fabio Penela Velosa.


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