OB am NLB-Finale des Futsal Masters Women’s Cup auf Platz 4

10.02.2019

Der gestrige Samstag war der Finaltag des Futsal Masters Women’s Cup in der Weissensteinhalle in Bern. Olympique Basel hatte im Dezember die Qualifikation für das NLA-Finale leider verpasst und trat somit im NLB-Finale an. Gegner in der Fünfer-Gruppe waren SFC Chênois féminin, FC Muri, FC Ostermundigen und Futsal Club Luzern II, also nicht unbedingt Gegner, die einem gestandenen Futsalteam Angst und Schrecken einjagen sollten. Aber eben…

Die Vorzeichen für das Turnier standen nicht allzu gut. Derjenige, der hätte coachen sollen, blieb des Morgens unauffindbar, also reiste man ohne ihn nach Bern. Dort galt es als erstes die Torfrau-Frage zu klären. Schliesslich entschied man sich, die an der Hand angeschlagene Anna Lehmann auf dem Feld spielen zu lassen und dafür wie zuletzt im Spiel gegen Lions die Feldspielerin Daniela ins Tor zu stellen. Ausserdem kamen zwei Spielerinnen zum Einsatz, die noch ganz neu sind im Team und denen die Laufwege deshalb noch nicht so vertraut sind. Und ja, es fehlten auch wieder wichtige Stützen wie die verletzte Eliane Rickert und die abwesende Sara Meier. Und doch herrschte im Team die Überzeugung vor: Heute können wir etwas reissen.

Der Start ins Turnier verlief dann aber nicht eben verheissungsvoll. Im ersten Spiel klappte schlichtweg nichts, weder offensiv noch defensiv, 0:2 lautete das Verdikt.
Im zweiten Spiel begann sich dann Torfrau Daniela mehr und mehr auch ins Aufbauspiel einzuschalten. Da beim Futsal Masters Cup die Rückpassregel ausser Kraft gesetzt ist (man müsste darüber nachdenken, ob dadurch das Futsalspiel nicht einem zentralen Element beraubt wird), kann der Ball beliebig oft zurückgespielt werden, womit ohne grosses Risiko ständige Überzahl im Spielaufbau geschaffen werden kann. Dies mochte zwar angesichts der Gegebenheiten sinnvoll erscheinen, hat aber wenig mit Futsal und noch viel weniger mit dem von OB angestrebten und eingeübten 4-0-System zu tun. Aber es war halt kein Coach anwesend, der hätte Gegensteuer geben können…

Nun gut, die neue „Taktik“ fruchtete zumindest teilweise, konnte man das zweite Spiel doch dank einem Treffer von Stephanie Kübler auf einen kurz ausgeführten Eckstoss mit 1:0 gewinnen.
Das dritte Spiel war dann wilder Westen vom Feinsten, ein Hin und Her ohne irgendwelche taktische Fesseln, in dem Olympique nur mit viel Glück (so landete ein Ball der Gegnerinnen sowohl am linken als auch am rechten Pfosten, bevor er zurück ins Feld sprang) und einer starken Daniela zu einem 0:0 kam.
So war vor dem abschliessenden Gruppenspiel tatsächlich noch der Einzug in die Halbfinals möglich. Olympique besann sich nun auf kämpferische Tugenden, die nie verkehrt sind, wenn es taktisch und spielerisch nicht läuft. Angeführt von den Vorkämpferinnen Daniela, Roberta Meury und Céline Borer warf man sich mit Konsequenz und Hingabe in jeden Zweikampf, sodass man zuweilen das Gefühl hatte, der Geist des abwesenden Kim Bugno stünde an der Seitenlinie und treibe sein bislang lethargisches Team nach vorne. Zweimal liess man sich zwar durch einen Konter erwischen, zweimal konnte man aber ausgleichen und Sekunden vor Schluss beinahe noch den Siegtreffer erzielen. Doch es blieb beim 2:2. Und womit niemand gerechnet hatte: Das Resultat und die eigentlich eher mageren fünf Punkte aus vier Spielen reichten aufgrund der anderen Resultate für Gruppenrang zwei und damit die Halbfinal-Qualifikation.

Damit schien das Maximum für diesen Tag aber ausgeschöpft. Im Halbfinal gegen das erfahrene Uni Futsal Team Bulle gab es nichts zu holen. Im abschliessenden kleinen Final gegen Ostermundigen waren die Batterien dann leer und es gab eine deutliche Niederlage.
Damit endet für die Frauen von Olympique Basel eine lange, intensive und lehrreiche Saison.


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